Wetter  

MambWeather icon
Linz
23 °C
Linz 23°C | Wien 22°C | Salzburg 25°C | Graz 21°C | Klagenfurt 23°C | Innsbruck 26°C
[Details]

Welser FH-Studentin entwickelt neue Technologien für die Landwirtschaft

DruckenE-Mail
17.02.2012 Wels: Die 23-jährige Katharina Steineder studiert an der FH OÖ in Wels am Studiengang „EntwicklungsingenieurIn Metall und Kunststofftechnik“. In Abstimmung mit ihrem Masterstudium arbeitet die angehende Metallurgin nun im FFG-Forschungsprojekt „Future Farm Technology“ gemeinsam mit Prof. (FH) Dr. Reinhold Schneider an neuen Technologien für die Landwirtschaft. Die aus Linz stammende Masterstudentin forscht an der Optimierung des Stahls für spezielle Messer, die in hochleistungsfähigen Lade- und Silierwägen zum Zerkleinern von Erntegut eingesetzt werden. Damit können diese Messer länger im Einsatz bleiben und müssen seltener nachgeschliffen und gewechselt werden.

Je nach Bodenbeschaffenheit und Erntegut werden die Messer der Lade- und Silierwägen relativ rasch stumpf und der Landwirt benötigt daraufhin mehr Energie zum Zerkleinern des Ernteguts. Landwirte müssen daher die eingesetzten Ladewagenmesser nach einer gewissen Anzahl von Fuhren nachschleifen. Durch den Kontakt mit Fremdkörpern, wie etwa Steinen, können Ladewagenmesser sogar derart stark beschädigt werden, dass diese auszutauschen sind.

Im Rahmen eines FFG-geförderten Forschungsprojektes analysiert Katharina Steineder die Qualität der eingesetzten Werkstoffe. Dabei forscht sie gemeinsam mit den Unternehmenspartnern Alois Pöttinger Maschinenfabrik GmbH, voestalpine AG und Busatis GmbH sowie den wissenschaftlichen Partnern Francisco Josephinum, der Universität für Bodenkultur in Wien und dem Forschungszentrum AC²T.
„Mit Hilfe von speziell abgestimmten Wärmebehandlungen sollen verschleißbeständigere und fremdkörperresistentere Messer entwickelt werden. Das ermöglicht dem Landwirt ein optimales Nutzen der Erntezeitfenster und reduziert Kosten. Das Messer kann länger im Einsatz bleiben, bis es nachgeschliffen oder gewechselt werden muss“, erklärt die aus Linz stammende Studentin.

Nach ihrem Bachelor-Studium hat sich Katharina Steineder ein Jahr Auszeit genommen und eine große Asienreise unternommen. Nun ist sie im 3. Semester des Masterstudiums und hat die Vertiefung „Metalle“ gewählt. „Diese Praxiserfahrung im Forschungsprojekt schätze ich sehr. Man kann gleich das theoretisch Erlernte in die Praxis für ein Unternehmen umsetzen“, freut sich Steineder. Nun forscht sie von Montag bis Mittwoch und absolviert die Lehrveranstaltungen von Donnerstag bis Freitag.

Vor ihrem Technik-Studium hat sie die AHS Stifterschule in Linz absolviert. Physik und Sprachen waren immer ihre Lieblingsfächer. Darum wollte sie immer schon ihr physikalisches Wissen in die Praxis umsetzen. „So bin ich auch zum Studiengang Metall und Kunststofftechnik an der FH OÖ in Wels gekommen“, berichtet die Jungforscherin und fügt hinzu: „Besonders gefällt mir an der FH der persönliche Kontakt zu den Professoren, die kleine Gruppengröße und die vielen Vortragenden aus der Wirtschaft.“

Nähere Informationen und Anmeldung zum Studium „EntwicklungsingenieurIn Metall und Kunststofftechnik“ unter www.fh-ooe.at/mkt  oder Tel. 050804 / 43060

17_02_steineder_poettinger

Katharina Steineder BSc (li) mit der Pöttinger-Projektleiterin DI (FH) Barbara Wimmer.

Foto: FH OÖ Campus Wels (Abdruck honorarfrei)
Teilen   
   
Impressum | Samstag, 19. Mai 2012 | Designed by: LernVid.com